Beschreibung
Über das Weingut:
Fährt man durch Rüdesheim, führt kein Weg am Weingut Carl Erhard vorbei. Auf dem Weg zur Uferpromenade, kann man das Weingut dennoch schnell verfehlen.
Die klassische Retro-Fassade des Weinguts gibt wenig Aufschluss über die hochspannenden Rieslingindividualisten, die hier auf die Flasche gezogen werden.
Auch die Einrichtung des Verkostungsraums beamt uns zurück in längst vergangene Zeiten. So klassisch die Einrichtung, so überraschend die Weinstilistik. Lernt man den Macher dieser Weine kennen, erkennt man schnell, dass der vermeintliche Widerspruch überhaupt keiner ist.
Denn das Motto von Carl Erhard lautet: „Back to the Roots“
Das bedeutet Handwerk in allen Bereichen der Weinbereitung, sei es im Weinberg oder im Keller. Alle Trauben werden von Hand gelesen, anschließend im Weingut sortiert und in einer traditionellen Korbpresse gepresst. Nach einer Sedimentation im Stahltank, vergären alle Weine im Holzfass oder in Tonamphoren.
Auf die Zugabe von Schönungsmitteln und Co wird komplett verzichtet. Es erfolgt lediglich eine geringe Schwefelgabe vor der Füllung.
Die Stilistik des Weinguts unterscheidet sich stark von den gängigen Weinen des Rheingaus, dennoch ist die Herkunft in jedem Wein klar erkenn -und schmeckbar.
Carl Erhard betreibt das Weingut gemeinsam mit seiner Familie seit 1998. Er hat viel von der Welt gesehen, dass wird in persönlichen Gesprächen deutlich. Unser Eindruck ist, dass dieses Kosmopolitische das Auge für die Herkunft und Tradition der Rüdesheimer Weine schärft.
Die Rieslinge stammen aus den bekannten Rüdesheimer Lagen Rottland, Roseneck und Bischofsberg. Aus den Lagen baut Carl Erhard jeweils die einzelnen alten Gewannen separat aus und verwendet deren Namen auf dem Etikett. Aus dem Bischofsberg wird somit der „Kuhweg“. Aus dem Rottland kommen „Wilgert“ und „Unterer Platz“.
Wir lieben die vibrierende Energie dieser Weine. Sie wollen entdeckt werden und fordern Aufmerksamkeit und Geduld, dann erschließt sich ein ganz eigenes Paralleluniversum des Rüdesheimer Bergs.
Über den Wein:
Der „Old School“ Riesling ist eine feinfruchtige Interpretation des Rheingau Rieslings. Mit etwas mehr Restzucker als der „Quarzit“ Riesling, kommt dieser Wein etwas geschmeidiger und verspielter daher. Dabei fällt er vom Restzuckergehalt immer noch in die Kategorie trockener Wein.
Dehalb spielt Carl hier mit dem gerne genutzten Begriff „feinherb“ und macht daraus „fein & herb“. Ein Riesling der nicht süß schmeckt, sondern wunderbar ausgewogen mit dezenter Süße und feiner Säure spielt. Ein toller Speisenbegleiter zur pikanten Küche!
Handgelesene Trauben aus alten Weinbergen der ursprünglichen Lage „Gessel und Engerweg“. Auf traditionelle Weise spontan vergoren durch natureigene Hefen im 1200l Holzfass und ohne Hilfsmittel vinifiziert. Unfiltriert abgefüllt zum Erhalt aller natürlichen Aromen.